Heidrun Tobler, Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika (Natal-Transvaal), spricht mit Bischof Dr. Zephania Kameeta, LWB-Vizepräsident für die Region Afrika, über seine Bemühungen, Armut in Namibia zu bekämpfen. © LWB/Florian Hübner
20.07.2010
LWB-Vorkonferenz für mehr Mitsprache junger Menschen in der Kirche
Forderung nach Bemühungen um sichere wirtschaftliche Grundlagen und saubere Umwelt
Dresden, (Deutschland) 19. Juli 2010 (LWI) – Jugendliche, die an der Elften LWB-Vollversammlung in Stuttgart als Delegierte und Stewards teilnehmen werden, haben den LWB aufgerufen, Schritte zu unternehmen, um das Leid, das durch Umweltzerstörung und Klimawandel verursacht wird, zu lindern, Geschlechterungerechtigkeit zu beenden und die Rolle junger Menschen in lutherischen Kirchen in der ganzen Welt zu stärken.
„Junge Menschen stellen das wichtigste Potenzial für Veränderungen in der Gesellschaft dar“, heisst es in der Erklärung. „In der Regel sind sie die ersten, die Ungerechtigkeit und Unterdrückung hinterfragen und eine andere Zukunft vor Augen haben.“
Rund 100 junge Menschen kamen im Vorfeld der LWB-Vollversammlung für eine Woche in Dresden zusammen und arbeiteten nach langen Diskussionen die Botschaft der Jugendkonferenz aus. Einige von ihnen werden als Delegierte an der Vollversammlung in Stuttgart teilnehmen. Sie werden dort die Botschaft vortragen und sie in der Diskussion verteidigen.
Der LWB wird in der Botschaft aufgefordert, die „Nachhaltigkeit“ der gegenwärtigen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Systeme zu prüfen. Zu diesem Zweck sollten die LWB-Mitgliedskirchen Informationen über diese Anliegen bereitstellen und der LWB könnte, so heisst es in der Erklärung, erwägen, sein Exekutivkomitee mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologie virtuell tagen zu lassen, statt die Teilnehmenden wie üblich zu der Tagung anreisen zu lassen.
Die Jugendlichen fordern den LWB ebenfalls auf, eine öffentliche Erklärung „zu Habgier“ und zu Fragen im Zusammenhang mit der weltweiten Ernährungssicherung und dem Klimawandel anzunehmen. Ferner bitten sie den LWB, eine Beendigung seiner Beziehungen zu Banken zu erwägen, die dafür bekannt sind, dass sie eine ungerechte Geschäftspolitik verfolgen.
Zum Ziel der „Geschlechtergerechtigkeit“ bekräftigt die Botschaft, dass junge LutheranerInnen überzeugt sind, dass „in Gesellschaft wie Kirche eine Kultur und Praxis, die die gottgegebene Würde von Frauen beschneidet, verändert werden muss“. Systeme, die Frauen den Zugang zur Ausbildung versperren, ihnen Sexualerziehung vorenthalten und sie von der vollen Beteiligung an Entscheidungsprozessen in Kirche und Gesellschaft ausschliessen, müssten verändert werden, heisst es weiter in der Botschaft.
Ferner fordert die Botschaft eine stärkere Beteiligung junger Menschen an der Arbeit des LWB. Der LWB sollte erwägen, regionale Jugendkonferenzen zu organisieren, die als Forum dienen könnten, um die Mitwirkung junger Menschen in den Kirchen zu fördern. (368 words)
Unterwegs | Vorbereitende Konsultation der Jugend

